Während die meisten Schülerinnen am Freitag, den 26.6.2026 wegen der extremen Hitze schon ab 11:05 Uhr nach Hause gehen konnten, waren die Schüler Hannes Fecke (5f) und Frederic Buschsieweke (5d), begleitet von Frau Koch noch voll mit der Konstruktion ihres finalen Beitrags des OWL-Physik Schülerwettbewerbs der Universität Bielefeld beschäftigt. Besonders bemerkenswert: Unsere Schule nahm als einzige Gesamtschule teil – neben zahlreichen Teams von Gymnasien. Dieses starke Teilnehmerfeld machte die Herausforderung umso größer und den Tag zu einem besonderen Erlebnis.
Für die schulinterne Qualifikation zur Teilnahme an diesem Finale mussten sie zunächst ein möglichst leichtes Boot von maximal 25x25cm Größe, ausschließlich aus Eierkartons und Paketklebeband gebaut kreieren. Dieses musste einhändig beladen eine gefüllte 0,5l PET-Flasche stehend sowie zwei Playmobilmännchen mindestens 15 Sekunden schwimmend tragen.
Im Mittelpunkt der Finalrunde des Wettbewerbs stand nun eine noch kniffligere, praxisnahe Aufgabe: Aus vorgegebenen Materialien – sechs Pappbechern, zehn Holzspießen, zwei Papptellern und sechs Haushaltsgummibändern – sollte ein funktionstüchtiges Boot konstruiert werden. Dieses sollte anschließend eine 500 Gramm schwere „Schatzkiste“ möglichst schnell über einen „See“ in Form eines Planschbeckens transportieren. Angetrieben werden sollten die Boote dabei durch einen Handventilator.
Mit viel Einfallsreichtum und Teamarbeit entwickelte unsere Gruppe ein eigenes Bootskonzept. Nach intensiver Bau- und Testphase war es schließlich so weit: Das Boot wurde zu Wasser gelassen – und bestand die wichtigste Herausforderung, die Schwimmfähigkeit, mit Erfolg. Die Schatzkiste war fast allen Booten zu schwer, weshalb am Ende der Wettbewerb etwas abgewandelt wurde und die Boote ohne Beladung möglichst schnell an das andere Ufer kommen mussten. Auch wenn es am Ende aufgrund des Zeitfaktors nicht für einen Platz auf dem Treppchen gereicht hat, war die Freude über die gelungene Konstruktion und die Teilnahme an der Finalrunde groß.
Neben dem Wettbewerb selbst bot das Programm weitere spannende Einblicke in die Welt der Physik. Besonders beeindruckend war die Vorführung „Event-Physik“, bei der physikalische Phänomene anschaulich und unterhaltsam präsentiert wurden. Außerdem hatten alle Teilnehmenden die Gelegenheit, gemeinsam in der Mensa der Universität zu Mittag zu essen – ein Erlebnis, das vielen einen Eindruck vom Studienalltag vermittelte.